Frage von dickbert: Geringe Kaufkraft trotz geringer Arbeitslosigkeit?
Wie kann es sein, dass die (Einzelhandels-) Kaufkraft unter dem Bundesdurchschnitt liegt, obwohl die Arbeitslosigkeit so gering wie fast nirgends ist?

Aktueller Fall: Kreis Olpe:

http://www.ihk-siegen.de/fileadmin/Geschaeftsfelder/Standortpolitik/Statistik/Statistische_Daten/Umsatz-_und_Kaufkraftkennziffern_der_Staedte_und_Gemeinden_im_IHK-Bezirk.pdf

http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/4/16/news-117296411/detail.html

Beste Antwort:

Answer by blauclever
Nicht jede Arbeit wird auch gut “belohnt” ….

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Kommentare

  1. Dasein | 24.01.2012 um 07:10

    Je mehr Geld Menschen haben, umso geiziger werden sie auch.
    Man hat angst davor zu späterer Zeit dann größere Abstriche machen zu müssen.
    Arme Menschen haben ohnehin schon wenig, da ist nichts zu verlieren, also kann man auch mehr ausgeben.

    Klingt wirr, ist aber so xD

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  2. Betty | 24.01.2012 um 07:43

    Weil es alles Augenwischerei ist, die Arbeitslosigkeit ist deshalb so gering, weil die Menschen inzwischen in Hartz IV gerutscht sind und sich nun gar nichts mehr leisten können. Aber damit verschwinden sie aus der Arbeitslosenstatistik. Tolle Leistung unserer Politik.

    Warum findet man eigentlich keine Politiker in Hartz IV?

    LG
    Betty

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  3. Tom | 24.01.2012 um 08:34

    Geringe Arbeitslosigkeit?
    Die vielen geringfügig Beschäftigten bzw. 1,00 € Jobber fallen nicht in die Arbeitslosenstatistik. Jeder der einer solchen Tätigkeit nachgeht wird wohl kaum in der Lage sein etwas zur Erhöhung der Kaufkraft beizutragen.
    Meiner Meinung nach sind unseren derzeitigen Arbeitslosenzahlen nur Augenwischerei der Politik.
    Desweiteren tragen die steigenden Lebenshaltungskosten auch nicht dazu bei die Kaufkraft in Deutschland zu erhöhen.

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  4. Jona | 24.01.2012 um 09:20

    Die Arbeitslosenzahl ist garantiert nicht gering, es zählen lediglich die 1-Euro-Jobber, die Kombilohn-Verdiener, Umschüler, … nicht mehr zur Statistik.

    MfG

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  5. DR Eisendraht | 24.01.2012 um 10:18

    Was soll man denn mit den Sklavenlöhnen im EH einkaufen – verrate das mal!

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  6. swissnick | 24.01.2012 um 10:47

    Wenn es (fast) keine Grossverdiener im Kreis hat, dann nützt auch eine Arbeitslosigkeit von null nicht wirklich viel. Denn Arbeitslosigkeit reduziert die Kaufkraft ja nicht vollständig, und viele Arbeitslose hatten auch vorher nicht eine grosse Kaufkraft.

    Womöglich sind auch überdurchschnittlich viele Familien da wohnhaft und weniger gut ausgebildete Singles oder gar Doppelverdiener-Haushalte ohne Kinder.

    Wenn Du genau schaust, wie die Kennzahl berechnet wird, dann kannst Du rasch erkennen, welche Einflüsse auf die Statistik grösser sind als die Arbeitslosigkeit.

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  7. hoerty | 24.01.2012 um 11:10

    Die Kaufkraft wird ganz stark psychisch beeinflusst. Melden die Medien ständig, dass wir kein Geld haben, morgen Krieg ausbricht und ohnehin übermorgen jeder arbeitslos sein wird…. so wird (obwohl jeder einen job hat) die kaufkraft mit seehr hoher wahrscheinlichkeit stark sinken. der grund wäre die verunsicherung der allgemeinen bevölkerung.

    Zusätzlich sind natürlich die derzeitigen Arbeitslosen-Statistiken absoluter Müll aufgrund Kurz-/Zeitarbeit, 1-Euro-Jobs… usw.
    Aber eben nur zusätzlich…der wirkliche Grund liegt wohl eher an der “typisch deutschen einstellung” :)

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  8. Silvio | 24.01.2012 um 11:22

    Also irgentetwas stimmt an der Fragestellung nicht so ganz:

    Zunächst ist die Kaufkraft eines Landes ein genereller statistischer Durchschnittswert der sich nicht in die einzelnen Sparten aufteilt. In dem Fall ist die Kaufkraft kein Wert der für den Einzelhandel seperat berechnet wird.

    Zweitens redest Du wahrscheinlich vom Nachfrageverhalten – dieses wird am Markt wirksam wenn ein Kauf auch tatsächlich getätigt wird. In dem Fall auch für den Einzelhandel.

    Hier spielen, wie schon richtig gesagt wurde u.a. psychologische Gründe eine Rolle und auch eine Sättigungserscheinung bei bestimmten Gütern kann eine Rolle spielen. Weiterhin ist das Einzelhandelsgeschäft heute auch durch die Möglichkeiten der Online-Bestellungen betroffen.

    Zu den regionalen Unterschieden ist zu sagen dass sich die Kaufkraft immer an das Lohnniveau koppelt und koppeln muss. Dieses ist regional unterschiedlich. In dem Fall zählt nicht nur die Arbeitslosenquote sondern auch das durchschnittliche Einkommen. Wie richtig gesagt bringt ne geringe Arbeitslosenquote bei überdurchschnittlich vielen 1-Euro-Jobs z.B gar nichts. Die Kaufkraft wird dadurch nicht so verändert dass sie erwähnenswert wäre.

    Deine Frage kannst Du folgendermaßen ergänzen und haßt die Antwort selbst gegeben:

    geringe Arbeitslosigkeit BEI GERINGEREM ODER GLEICHBLEIBENDEN GESAMTEINKOMMEN = geringe Kaufkraft

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